Die unterstützende Hormonwirkung in der Frauenheilkunde


Jedes Lebensalter scheint für die Frauen der westlichen Welt Beschwerden und Erkrankungen bereit zu halten, die mit dem hormonellen Zyklus in Zusammenhang stehen. Sei es, dass junge Frauen Mühe haben, ihren Monats-Zyklus zu regulieren, sie sich später vergeblich Kinder wünschen, sich ab 35 prämenstruelle Beschwerden verstärken oder sie mit dem Älter werden über Hitzewallungen, Schlafstörungen und Depressionen klagen: Stress, Umweltgifte, Hormonstörungen, Rollenzuweisungen, was auch immer wir für die Zunahme dieser Erscheinungen verantwortlich machen - es bleibt der Wunsch nach Linderung oder Heilung. Wer sich nicht nur auf die Schulmedizin und Hormontherapien verlassen will, könnte dieser Artikel sehr interessant sein.


Eine Pflanze mit langer Tradition

Die medizinische Yams-Wurzel (Dioscorea villosa) wird in Mexiko, aber auch in anderen tropischen und subtropischen Weltgegenden lange Zeit zur Regulierung des weiblichen Zyklus, zur Geburtserleichterung, ja sogar zur Verhütung verwendet. Neuerdings ist sie wieder in Mode gekommen, wird als Frauen-Allheilmittel, als Anti-Aging-Mittel gepriesen und entsprechend teuer gehandelt. Sie unterscheidet sich von der Yams-Wurzel (Dioscorea batatas), die als Grundnahrungsmittel in Afrika und Mittelamerika weit verbreitet und bei uns in Asia-Läden erhältlich ist. Diese enthält Diosgenin nur in geringen, pharmakologisch unbedeutenden Mengen. Also was ist dran an dieser sagenumwobenen Pflanze und wie können westliche Frauen sie heute verwenden?

Wie wirkt die Yams-Wurzel?

Wie wir inzwischen wissen, ist der Hauptwirkstoff der Yams, das Diosgenin, dem natürlicherweise von den Eierstöcken produzierten Progesteron (Gelbkörperhormon) sehr ähnlich. Manche Autoren behaupten, der Körper könne aus Diosgenin Progesteron produzieren, andere widersprechen. Unbestritten wirkt die Wurzel der "Wild Yam", wie sie auch genannt wird, progesteronartig, wie auch immer. Wie ich weiter unten zeigen werde, ist dieses für Frauen so wichtige Hormon durch die Umweltsituation zugunsten des Östrogen bzw. östrogenartiger Umweltgifte stark ins Hintertreffen geraten. Die Balance zwischen den beiden Hormonen, auf der das Funktionieren des weiblichen Zyklus aber auch insgesamt die Gesundheit der weiblichen Organe beruht, ist entsprechend stark gefährdet. Gute Gründe, sich um das Progesteron und Progesteronpflanzen verstärkt zu kümmern. John Lee, inzwischen verstorbener amerikanischer Arzt und Progesteronexperte, geht in seiner Begeisterung für das lange unbeachtete Hormon sogar soweit, anzunehmen, dass der Körper aus Progesteron Östrogen herstellen kann, aber nicht umgekehrt. Dies führte ihn zu dem Schluss, mit Progesteron oder Progesteronpflanzen den gesamten weiblichen Hormonhaushalt regulieren zu können.


Wir alle, Frauen wie Männer, leiden tendenziell unter einem Östrogenüberschuß (Östrogendominanz) und einem relativen Progesteronmangel. Östrogenwirksame Umweltgifte in Pestiziden, Insektiziden und Kunststoffen, der trotz Verbots immer wieder festgestellte Einsatz des Östrogens in der Fleischmast, aber auch eine Belastung des Grundwassers mit Östrogen durch die weite Verbreitung der "Pille" sind hierfür verantwortlich zu machen. Durch biologische Ernährung und die Einschränkung des Fleischkonsums kann ein Teil der Belastung vermindert werden. Auch die Anregung der Leberfunktion durch Naturheilmittel kann einen gewissen Ausgleich schaffen.


Mögliche Folgen der Östrogendominanz für Frauen

  • Wassereinlagerungen

  • Brustspannen,schmerzhafte Brustknospen

  • Migräne

  • schwere Beine/Venenprobleme

  • Depression

  • unerfüllter Kinderwunsch durch erschwerte Einnistung des Eies

  • unkontrollierbares Übergewicht

  • Myome, Zysten

  • erhöhter Blutdruck

  • Akne

  • Haarausfall

  • verminderte sexuelle Lust

  • Schmierblutungen in der 2. Zyklushälfte

  • verkürzte Zyklen

  • kalte Hände / Füße

  • erhöhte Anfälligkeit für Brustkrebs

Progesteronmangel in den Wechseljahren

Neben der erwähnten Symptomen, die durch ein hormonelles Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron ausgelöst werden, gerät das Progesteron auch im Zusammenhang mit den Wechseljahren mehr ins Blickfeld. Einige Autoren gehen davon aus, dass der beschleunigte Knochenabbau (Osteoporose), die Trockenheit von Haut und Schleimhäuten,die Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, die Blasenschwäche eher auf verminderte Progesteronspiegel als auf zeitweiligen Östrogenmangel in den Wechseljahren zurückzuführen sind. Manche Symptome treten womöglich im Zusammenhang mit starken Schwankungen beider Hormone auf und, sprechen eher auf eine hormonausgleichende Therapie an, wie sie nur von den Heilpflanzen geleistet werden kann. Mit Sicherheit hängt die Verstärkung der weiter oben aufgezeigten Symptome des Östrogenüberschusses, wie sie bei manchen Frauen schon ab 35 auftritt, mit Progesteronmangel zusammen, da das Progesteron mit dem Älterwerden und den seltener werdenden Eisprüngen schneller absinkt als das Östrogen. Neuere Forschungen haben aufgezeigt, dass unmittelbar vor der letzten Menstruation, der Menopause, eher ein Östrogenüberschuss herrscht. Der Körper produziert Östrogen in geringen Mengen bis ans Lebensende in der Nebennierenrinde, den Eierstöcken und dem Fettgewebe, während der Progesteronspiegel gen Null geht.


Wilde Yamswurzel-Dioscorea villosa

Etymologie:

der botanische Name leitet sich von Dioscorides ab, dem griechischen Heilkundigen des 1. Jahrhunderts


Volksnamen: Kolikwurzel, Rheumawurzel


Botanik: bis 6 m lange, sich windende Staude, herzförmige Blätter, grünliche Blütchen, bildet Wurzelknollen ähnlich wie ihre essbare Schwester Dioscorea batatas, die als Yamsgemüse auch bei uns erhältlich ist, sie ist ein Grundnahrungsmittel in Afrika und Mittelamerika


Inhaltstoffe: Steroidsaponine, besonders Dioscin (aus dem sich das Diosgenin, derprogesteronähnliche Wirkstoff abspaltet), Alkaloide, Gerbstoffe, Stärke


Geschichte/Mythologie: bei den indigenen Völkern Nord-und Mittelamerikas bekannt als Verhütungsmittel, krampflösend bei Menstruations- und Wehenschmerzen, Diosgenin als Progesteronvorstufe 1936 von japanischen Wissenschaftlern entdeckt, in den Anfängen der hormonellen Kontrazeption und der Hormontherapie in den Wechseljahren Ausgangsstoff für die Progesteronssynthese


Heilwirkung: progesteronähnliche Wirkung, hormoneller Ausgleich auch in den Wechseljahren, harntreibend, krampflösend auf jede Art von Muskulatur, entzündungshemmend, antirheumatisch


Anwendung: Progesteronmangel bzw. Östrogendominanz mit allen Folgen wie PMS, Eierstockzysten, Myome etc., Wechseljahresbeschwerden mit Symtomen der Östrogendominanz,Osteoporoseprophylaxe, Menstruationsbeschwerden


Zubereitung: innerlich als Tinktur oder Fluidextract, getrocknete und pulverisierte Wurzel in Kapselform, äußerlich als Gel, Vaginalgel oder Creme (transdermale Anwendung)Verwendete Pflanzenteile: Dioscoreae rhizoma (das Wurzelwerk der Yams)


Fertigpräparate: als Wild Yam Cream, Gel oder Kapseln in der Schweiz, Frankreich oder übers Internet erhältlich, in Deutschland nur als Nahrungsergänzung zugelassen


Quelle: https://frauen-naturheilkunde.de/gp/data/_uploaded/file/Yams.pdf

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